Spuren des Erlebens
  [nicht mehr im Kino - Release: 16. September 2021]
   
 

Arno Stern, ein Leben im Einsatz fĂĽr die Welt der malenden Kinder • Arno Sterns Malort, das Original, nach dessen Vorbild es heute weltweit unzählige Malateliers gibt, befindet sich inmitten Paris. International bekannt aus dem Französischen als „Closlieu“. Durch seine ĂĽber 70 Jahre lange Erfahrung, mit Kindern aus aller Welt und ĂĽber mehrere Generationen malend, begrĂĽndet sich Arno Sterns unermĂĽdlicher Einsatz fĂĽr das Verständnis der Welt der malenden Kinder. In seinem Archiv befinden sich heute gut 500’000 Zeichnungen, die ĂĽber die Jahrzehnte zur Basis seiner Forschungsarbeit geworden sind. Arno Stern erklärt, wie Kinder mit der natĂĽrlich entwickelten Fähigkeit des Malens die Formulation, ähnlich des Alphabets einer nonverbalen Sprache, organisch entwickeln. Und dadurch ĂĽber die vielen Blätter, auf denen sie im Verlaufe der Zeit im Malspiel malen, alles was sie beschäftig spielerisch ausdrĂĽcken, erleben, vertiefen und somit verarbeiten können, im Gleichgewicht mit ihrer Entwicklung und der eigenen inneren Spur. Arno Stern wurde als jĂĽdisches Kind in Deutschland geboren, 1933 flohen seine Eltern mit ihm zuerst nach Frankreich, 1942 dann als letzte Zuflucht, illegal ĂĽber die Berge einreisend, in die Schweiz. Im Film SPUREN DES ERLEBENS- ARNO STERN, EIN LEBEN IM EINSATZ FĂśR DIE WELT DER MALENDEN KINDER erzählt Arno Stern aus seiner biographischen Geschichte, von welcher Lebenswerk und Lebensphilosophie nicht zu trennen sind. Dabei spielen die eigenen Kindheitserfahrungen und Erlebnisse aus der Jugendzeit des inzwischen 95-jährigen Pädagogen immer wieder eine wichtige Rolle. Im Archiv fĂĽr Zeitgeschichte der ETH ZĂĽrich wurden Unterlagen von Arno Stern und seinen Eltern gefunden, die im Film zu einer Reise nach ZĂĽrich aufbrechen lassen und persönliche Erlebnisse, verbunden mit historischen Geschehnissen, sowie besondere Begegnungen mit der bildenden Kunst, der klassischen Musik und deutschen Literatur, aufleben lassen. Wie damals, vor inzwischen 75 Jahren, folgt die RĂĽckreise nach Paris, wo Arno Stern nach dem zweiten Weltkrieg mit Kindern in einem Kinderheim anfing zu malen, was bald darauf zum Beginn seines Lebenswerks fĂĽhrte, als Pionier der Malateliers, Erfinder des Malortes und des Malspiels, Pädagoge, Forscher und Autor.


© 2022 DocMove Film

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REGIE:
Andrea A. Rodoni
PRODUKTION:
Peter Spoerri
DREHBUCH:
Andrea A. Rodoni
MUSIK:
Alexandre J. Maurer

LAND:
Schweiz
JAHR: 2020
LÄNGE: 114min