Saint Ralph
  [nicht mehr im Kino - Release: 06. Oktober 2005]
   
 

Ein Film von Michael McGowan • Die Hauptfigur namens Ralph, ein schlaksiger Vierzehnjähriger einer katholischen Schule, will ein Wunder vollbringen. Er nimmt sich vor, den Boston-Marathon zu gewinnen, um so seine Mutter aus ihrem Koma zurĂĽckzuholen. Dem Film SAINT RALPH gelingt es, humoristische Szenen in Wärme und Menschlichkeit einzubetten. Er erinnert an eine klassische Underdog-Geschichte wie "Rocky" oder "Rudy", mit denen er an Herz und RĂĽckgrat locker mithält. SAINT RALPH ist so ausgezeichnet bis ins kleinste Detail umgesetzt, dass er eine Goldmedaille verdient hat.
Die Industriestadt Hamilton in den 50er Jahren: Ralph Walker (Adam Butcher) ist in der Saint Magnus-Schule ein Einzelgänger und gehört nirgends richtig dazu. Seine Unabhängigkeit und rasche Auffassungsgabe machen ihn stark, die ihm jedoch die Pater austreiben wollen. So oft er kann, besucht er seine Mutter im Krankenhaus. Ralph schafft es, ihr die Illusion zu geben, dass seine Grosseltern sich um ihn kümmern. Dabei haben sie ihn schon seit langem im Stich gelassen.
Als Ralph seine Sexualität entdeckt, steckt man ihn zur Strafe in ein Arbeitslager, das nicht umsonst "Querfeldeinrennen" genannt wird. Fast gleichzeitig fällt seine Mutter ins Koma. Ralph quält sich mit der Einsicht, dass er sie nicht zurückholen kann. Aber seine katholische Erziehung konfrontiert ihn immer wieder mit Mysterien. Er löchert seine Lehrer mit Fragen über Wunder und wie man sie zustande bringt. Als Pater Hibbert (Campbell Scott) Ralph erklärt, dass beispielsweise der Gewinn des Boston-Marathons für ihn ein Wunder wäre, weiss der Junge, was er zu tun hat. Und davon lässt er sich nicht mehr abbringen.
Drehbuchautor Michael McGowan, der in seinem Erstling auch Regie führt, nimmt die erste Hürde dieses Genres mit Bravour: Er überzeugt die Zuschauer, dass Ralphs unermüdliches Training, Willenskraft und Gottvertrauen trotz enormer Hindernisse ihn durch dieses scheinbar aussichtslose Rennen tragen. Vor dem Hintergrund einer religiös geprägten Schule, in der Individualismus eine Art Sünde ist, geben die Freuden und Leiden des Erwachsenwerdens dem Film zusätzliche Tiefe.


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REGIE:
Michael McGowan
PRODUKTION:
Teza Lawrence
Andrea Mann
Seaton McLean
Michael Souther
CAST:
Adam Butcher
Campbell Scott
Shauna MacDonald
Gordon Pinsent
Michael Kanev
DREHBUCH:
Michael McGowan
KAMERA:
René Ohashi
SCHNITT:
Susan Maggi
TON:
David Rose
MUSIK:
Andrew Lockington
AUSSTATTUNG:
Matthew Davies
KOSTÜME:
Anne Dixon
VISUAL EFFECTS:
Tony Willis

LAND:
Kanada
JAHR: 2004
LÄNGE: 98min