Okhotnik - The hunter
  [nicht mehr im Kino - Release: 21. Juli 2005]
   
 

Ein Film von Serik Aprimov • Ein als ¬ęWolfskind¬Ľ verrufener Junge und seine verf√ľhrerische Mutter sowie ein J√§ger und Schamane stehen im Mittelpunkt dieser elegischen, zum Teil burlesken Erkundungen menschlicher Begierden, F√§higkeiten und Einsamkeiten. Nachdem der Junge einen √úberfall begangen hat, bricht er mit dem J√§ger und Liebhaber seiner Mutter zu einer Initationsreise auf. Serik Aprymov gelingt eine spannende genre√ľbergreifende Erz√§hlweise, eine reizvolle Mischung aus Legende, Epos und sozialem Realismus. In einem abgelegenen kasachischen Bergdorf wohnt der 12-j√§hrige Erken mit seiner Mutter. Der schweigsame, verschlossene Junge gilt als gef√ľhlskaltes Wolfskind. Eines Nachts, als seine Mutter einen J√§ger empf√§ngt, stiehlt Erken dessen Pferd und Gewehr, um einen Laden zu √ľberfallen. Die Polizei ist ihm auf den Fersen, doch der J√§ger findet ihn und stellt ihn vor die Wahl: entweder Gef√§ngnis oder ein Leben mit ihm in den Bergen. W√§hrend der folgenden Initiationsreise versucht der J√§ger, dem Jungen seine Lebensfreude und Erkenntnisse zu vermitteln, indem er ihm die Sch√∂nheit der Natur nahe bringt und ihn Freundschaft und Tod entdecken l√§sst. Seine Probe besteht Erken, als er seine Mutter findet, die auf der Suche nach ihrem Sohn in den Bergen vor K√§lte in Ohnmacht f√§llt. In diesem Film verkn√ľpfte ich mythische Elemente und eine realistische Erz√§hlweise miteinander, um die Komplexit√§t und die Widerspr√ľche zwischen zwei Welten aufzuzeigen: diejenige der Menschen und die weitaus harmonischere der wilden Tiere. Dabei habe ich eine poetische und eine burleske Symbolsprache gew√§hlt, da die Begriffe von Gut und B√∂se nicht universell sind. Der J√§ger repr√§sentiert die Menschen, genauer steht er an der Grenze zwischen Mensch und Tier. Folglich macht das Kind dank ihm eine Erfahrung, die in der modernen Welt so nicht mehr m√∂glich ist. Am Ende f√ľgen sich die beiden Welten zu einem Ganzen. (Serik Aprymov)


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VERLEIH: Trigon Film

 

REGIE:
Serik Aprimov
PRODUKTION:
Gulmira Aprymova
Makoto Ueda
CAST:
Kidiraliev Dogdurbek
Dokhdurbek Kydyraliyev
Gulnazid Omarova
Alibek Zhuasbaev
DREHBUCH:
Serik Aprimov
KAMERA:
Hasan Kiriraliew
SCHNITT:
Dina Bergusurowa
Tatiana Sohurukova
TON:
Olivier Dandré
MUSIK:
Kazbek Spanov

LAND:
Frankreich
Japan
Kasachstan
Schweiz
JAHR: 2004
LÄNGE: 93min