Mission en enfer
  [nicht mehr im Kino - Release: 19. Februar 2004]
   
 

Nominiert fĂĽr den Schweizer Filmpreis 2004 – Bester Dokumentarfilm • Ein höchst brisantes StĂĽck Schweizer Geschichte, das jahrelang streng geheim gehalten wurde und das jetzt – dank diesem zutiefst aufrĂĽttelnden Film – an die Ă–ffentlichkeit gelangt. Mission en enfer enthält erschĂĽtternde Zeugenaussagen und beeindruckendes Archivmaterial, das niemand so schnell vergisst.

1942 – 43: 250 Schweizer Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger werden während des 2. Weltkrieges Zeugen des Grauens an der Ostfront. Sie hatten sich als Freiwillige gemeldet und glaubten, an humanitären Missionen des Roten Kreuzes teilzunehmen. Infolge eines geheimen Abkommens zwischen der Schweiz und dem Dritten Reich waren sie in Wirklichkeit jedoch der deutschen Wehrmacht unterstellt. Nach ihrer Rückkehr legte die Mehrheit von ihnen bei der Schweizer Regierung einen niederschmetternden Bericht nieder. Diese blieb jedoch taub und stumm wie auch das Rote Kreuz, das die Zeugen sogar zwang, ihre Aussagen zu dementieren.

Für Frédéric Gonseth haben die Zeugenaussagen nicht bloss eine historische, sondern vor allem eine humanitäre Bedeutung. «Was bei diesen persönlichen Berichten grundsätzlich interessiert und von internationaler Tragweite ist, ist die Tatsache, dass diese Menschen ohne äussere Einwirkung für sich entdeckten, was die Shoah bedeutet. Sie mussten mit eigenen Augen die Verbrechen der Wehrmacht mitansehen, im besonderen den Völkermord an den sowjetischen Gefangenen. Diese Zeugenaussagen stehen im Zentrum des Films und zeichnen mit wachsender Klarheit Bilder einer schrecklichen und manchmal fast unerträglichen Wahrheit.»


© 2017 -diverse-

VERLEIH: -diverse-

 

REGIE:
Frédéric Gonseth
PRODUKTION:
Frédéric Gonseth
DREHBUCH:
Frédéric Gonseth
KAMERA:
Frédéric Gonseth
SCHNITT:
Frédéric Gonseth
MUSIK:
Michel Hostettler

LAND:
Schweiz
JAHR: 2003
LÄNGE: 95min