Min Dit
  [nicht mehr im Kino - Release: 09. September 2010]
   
 

Die Kinder von Diyarbakir • Das 10-jährige Mädchen GulĂ®stan und ihr kleiner Bruder Firat leben mit ihren Eltern in Diyarbakir, im Herzen des kurdischen Teils der TĂĽrkei. Auf dem RĂĽckweg von einer Hochzeit mĂĽssen GulĂ®stan und Firat vom RĂĽcksitz des Autos mit ansehen, wie ihre Eltern bei einer nächtlichen Strassenkontrolle von tĂĽrkischen Paramilitärs erschossen werden.
Gulîstan und Firat werden von ihrer politisch aktiven Tante Yekbun aufgenommen, die über ihre Kontakte zum kurdischen Widerstand versucht, für die ganze Familie Flugtickets zu ihren Verwandten in Schweden zu organisieren. Doch eines Tages ver-schwindet auch Yekbun spurlos.
Von nun an sind die beiden Geschwister auf sich allein gestellt. Ihr Weg führt unweigerlich in Armut und soziales Elend. Da sie Strom und Miete nicht mehr bezahlen können, müssen sie die Wohnung ihrer Tante räumen und finden sich auf der Strasse wie-der. Sie schliessen Freundschaft mit der 12-jährigen Zelal, die schon länger als Obdachlose auf den Strassen Diyarbakirs lebt. Nachts schlafen sie in den Ruinen einer alten armenischen Kirche.
Als Gulîstan in der Stadt den Mörder ihrer Eltern zufällig wieder begegnet, weiss sie, dass der Tod ihrer Eltern nicht ungestraft bleiben darf. Der Mann, dessen Gesicht weder Gulîstan noch Firat vergessen konnten, lebt als ungescholtener Familienvater unter ihnen. Niemand ahnt etwas von seinem Doppelleben als Mitglied der türkischen Geheimpolizei.
Schliesslich erreicht Gulîstan ihr Ziel ganz ohne Gewaltanwen-dung, indem sie – so, wie sie es in einem kurdischen Märchen gehört hatte – «dem Wolf eine Glocke um den Hals bindet».


© 2020 Secondo Film

VERLEIH: Secondo Film

 

REGIE:
Miraz Bezar
PRODUKTION:
Miraz Bezar
Klaus Maeck
Fatih Akin
CAST:
Senay Orak
Muhammed Al
Hakan Karsak
Suzan Ilir
DREHBUCH:
Miraz Bezar
Evrim Alatas
KAMERA:
Isabelle Casez
SCHNITT:
Miraz Bezar
TON:
Bernhard Köpke
Clemens NĂĽrnberger
Günther Röhn
VISUAL EFFECTS:
Dirk Frischmuth

LAND:
Deutschland
TĂĽrkei
JAHR: 2009
LÄNGE: 102min