Lost Killers
  [nicht mehr im Kino - Release: 19. Juli 2001]
   
 

Auch Töten will gelernt sein • Der Kroate Branko und der Georgier Merab versuchen sich als Auftragskiller, Carlos aus Haiti träumt von der grenzenlosen Weite Australiens, die Vietnamesin Lan von einer luxuriösen Zahnbehandlung. Maria sagt, sie sei aus Kuba und hofft auf die grosse Liebe. Gemeinsam ist ihnen, dass sie illegal in einer deutschen Grossstadt leben - in einem gesellschaftlichen Niemandsland.

Der georgische Regisseur Dito Tsintsadze hat aus den sich kreuzenden Lebenslinien eine kafkaeske Charade über Träumer gedreht, die den Anschluss an die Wirklichkeit verloren haben. Sie leiden an der Fremdheit ihrer Umgebung. Schon lange nicht mehr ist in einem Film Heimatlosigkeit derart direkt und gleichzeitig ironisch distanziert beschrieben worden, wie in LOST KILLERS. In der Tradition der georgischen Filmemacher Otar Iosseliani, Sergej Paradzanov oder Tengiz Abuladze lässt Regisseur Dito Tsintsadze in LOST KILLERS mit leisem Witz seine Ritter von der traurigen Gestalt über den Abgründen ihrer Existenz balancieren. Ihm ist ein hinreissendes formales Kaleidoskop gelungen, Burleske und Tragödie in einem. Das Werk eines grossen Humanisten, der weiss, dass Menschen erst durch ihre Schwächen und seelischen Verwundungen menschliche Grösse zeigen. LOST KILLERS wurde in Mannheim gedreht. In der Optik des georgischen Regisseurs wird daraus unversehens Tiflis und aus LOST KILLERS grosses Welttheater.


© 2019 Stamm Film

VERLEIH: Stamm Film

 

REGIE:
Dito Tsintzadse
PRODUKTION:
Peter Rommel
CAST:
Nicole Seelig
Misel Maticevic
Lasha Bakrdze
Elie 'James' Blezes
Franca Kastein Ferreira Alves
Franz Koller
Michael Holz
DREHBUCH:
Dito Tsintzadse
KAMERA:
Benedict Neuenfels
SCHNITT:
Stephan Krumbiegel
MUSIK:
Dito Tsintzadse & Mirian
Udo Schöbel
Adrina Sherwood
Skip McDonald

LAND:
Deutschland
JAHR: 2000
LÄNGE: 100min