I was born, but
  [nicht mehr im Kino - Release: 25. November 2008]
   
 

Umarete wa mita keredo • Eine Stummfilmperle aus dem Japan der frĂĽhen Dreissiger Jahre und einer der schönsten Filme ĂĽber die Kindheit in der Grossstadt. Der Angestellte Yoshii zieht mit seiner Frau und den beiden Söhnen Ryoichi und Keiji in einen Vorort von Tokyo. In der Nähe wohnt auch der Direktor seiner Firma, und Yoshii verspricht sich durch die grössere Nähe berufliche Vorteile. Anfangs werden Yoshiis Söhne von den anderen Jungen aus der Nachbarschaft gehänselt und schikaniert. Nachdem sie aber mit Hilfe eines Getränkeverkäufers siegreich gegen Kollegen hervorgehen, werden sie von ihren MitschĂĽlern sogar als AnfĂĽhrer akzeptiert. Unter ihnen ist auch der Sohn des Vorgesetzten. Als dieser eines Tages die Familie Yoshiis und einige Nachbarskinder zu einer FilmvorfĂĽhrung zu sich nach Hause einlädt, freuen sich Ryoichi und Keiji, als sie ihren Vater auf der Leinwand entdecken. Doch als dieser dann, um seinem Chef gefällig zu sein, allerlei Grimassen zu schneiden beginnt und sich damit in den Augen seiner Söhne vor allen anderen lächerlich macht, bricht fĂĽr die beiden BrĂĽder eine Welt zusammen. Zu Hause verlangen sie eine Erklärung von ihrem Vater fĂĽr sein wĂĽrdeloses Gebaren. Yoshii versucht ihnen begreiflich zu machen, dass er seinem Chef gefällig sein muss, weil er sonst die Arbeit verliert und die Familie dann hungern mĂĽsste. Daraufhin beschliessen die Kinder, nicht mehr zu essen. Am nächsten Morgen aber ist ihr Hunger so gross, dass sie den Reisbällchen nicht widerstehen können. Gemeinsam mit ihrem Vater verlassen sie das Haus und gehen zusammen ein StĂĽck des Weges, der sie zur Schule und den Vater zur Arbeit fĂĽhrt. Als der Chef und dessen Sohn im Auto an der Bahnschranke steht, zögert Yoshii einen Augenblick, bis Ryoichi ihn auffordert, seinen Vorgesetzten zu begrĂĽssen und mit ihm zur Arbeit zu fahren. Gemeinsam mit dessen Sohn, der aus dem Wagen ausgestiegen ist, setzen die Jungen ihren Weg zur Schule fort.


© 2018 trigon-film

VERLEIH: trigon-film

 

REGIE:
Yasujiro Ozu
CAST:
Tatsuo Saito
Tomio Aoki
Mitsuko Yoshikawa
Hideo Sugawara
Takeshi Sakamoto
Teruyo Hayami
Seiichi Kato
DREHBUCH:
Akira Fushimi
Geibei Ibushiya
Yasujiro Ozu
KAMERA:
Hideo Shigehara
SCHNITT:
Hideo Shigehara
MUSIK:
Donald Sosin

LAND:
Japan
JAHR: 1932
LÄNGE: 100min