The Iron Giant
  [nicht mehr im Kino - Release: 16. Dezember 1999]
   
 

Der Gigant aus dem All • Im Oktober 1957 gab es einiges, was Amerika in Atem hielt: Rock'n'Roll, Fernsehen, die Atombombe. Und am 4. des Monats schossen die Sowjets den ersten von Menschenhand gefertigten Satelliten 'Sputnik' erfolgreich in die Erdumlaufbahn. Das Rennen um die Vorherrschaft im Weltraum hatte begonnen. Der Kalte Krieg wurde noch frostiger. Jeder misstraute jedem, Nachbarn und sogar die besten Freunde waren verd├Ąchtig. Das einzige, was Annie Hughes in Atem h├Ąlt, ist das Abendessen, das rechtzeitig auf dem Tisch stehen soll. Annie lebt mit ihrem 9-j├Ąhrigen Sohn Hogarth in der Kleinstadt Rockwell im Bundesstaat Maine. Die alleinerziehende Mutter jobbt im ├Ârtlichen Restaurant. Und den Rest der Zeit hat sie mit ihrem eigensinnigen Sohn und seiner bl├╝henden Phantasie alle H├Ąnde voll zu tun; st├Ąndig erwartet er drohende Angriffe von ausserirdischen Mutanten oder subversiven Invasoren. Als einer der Fischer im Lokal m├Ąchtig aufschneidet und von einem riesigen Mann aus Metall berichtet, der ins Meer gest├╝rzt sein soll, f├Ąllt nat├╝rlich nur Hogarth auf dieses Seemannsgarn herein. Sofort will er den gigantischen Roboter aufsp├╝ren. Und tats├Ąchlich findet er einen 15 Meter grossen Blechriesen mit Heisshunger auf Metall und ebenso unstillbarer Neugier auf die ihm unbekannte Welt. Schnell brodelt es in der Ger├╝chtek├╝che: Aliens seien gelandet oder eine russische Geheimwaffe sollte Rockwell dem Erdboden gleichmachen. Schon bald erscheint der Regierungsbeamte Kent Mansley, um den Hinweisen nachzugehen. Hogarth ist ihm aber immer einen Schritt voraus und ├╝berredet seinen Freund, den Beatnik Dean, den Eisernen Giganten auf Deans Schrottplatz zu verstecken. Es dauert jedoch nicht lange, bis sich die Ger├╝chte in einen regelrechten Verfolgungswahn verwandeln. Als die Situation eskaliert, droht sogar die Vernichtung der ganzen Stadt. Hogarth bittet seinen eisernen Freund um Hilfe, und der schafft es schliesslich mit selbstlosem Einsatz, die Stadtbewohner vor ihren ├ängsten und Vorurteilen zu bewahren. In solchen Zeiten merkt man, aus welchem Stoff wahre Freunde gemacht sind manchmal sogar aus Eisen.

1968 erschien das Kinderbuch 'The Iron Man' (USA: 'The Iron Giant'; Schweiz: 'Der Eisenmann' als Fischer Taschenbuch) des britischen Hofdichters Ted Hughes (1930 - 1998). Es entstand aus einer Geschichte, mit der Hughes seine beiden Kinder tr├Âstete, nachdem ihre Mutter, die amerikanische Dichterin Sylvia Plath (1932 - 1963) gestorben war. 1986 wollte Rocklegende Pete Townshend (Mitbegr├╝nder der Band The Who) einen weiteren Song-Zyklus in der Art von 'Tommy' schreiben und w├Ąhlte Hughes' Buch als Vorlage. Drei Jahre sp├Ąter war das Album 'The Iron Man' fertig, und 1993 hatte die B├╝hnenversion in London Premiere. Der engagierte Theaterproduzent und -regisseur Des McAnuff hatte mit Townshend schon 'Tommy' auf die B├╝hne gebracht und daf├╝r Tonys eingeheimst. Er war ├╝berzeugt, dass 'The Iron Man' auch f├╝r die grosse Leinwand geeignet war. Und so landete das Projekt schliesslich bei Warner Bros.


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VERLEIH: Warner Bros.

 

REGIE:
Brad Bird
PRODUKTION:
Allison Abbate
Des McAnuff
CAST:
Stimmen:
Jennifer Aniston
Harry Connick Jr.
Vin Diesel
James Gammon
Cloris Leachman
DREHBUCH:
Tim McCanlies
KAMERA:
Steven Wilzbach
SCHNITT:
Darren T. Holmes
TON:
Dennis Leonard
MUSIK:
Michael Kamen
AUSSTATTUNG:
Mark Whiting

LAND:
USA
JAHR: 1999
LÄNGE: 86min