Fences
 
   
 

Ein Film von Denzel Washington • In den sp√§ten 1950er Jahren arbeitet der Afroamerikaner Troy Maxson in Pittsburgh, Pennsylvania, sehr hart, um seiner Frau Rose ein w√ľrdiges Leben zu erm√∂glichen und seine Familie √ľber Wasser zu halten. Die beiden haben einen Sohn namens Cory. Troys 34-j√§hriger Sohn Lyons aus einer fr√ľheren Ehe lebt nur f√ľr seine Musik; er kommt regelm√§ssig an Troys Zahltag vorbei, um sich Geld zu leihen. Auch wenn er nur wenig verdient, hat Troy erst vor kurzem ein Haus gekauft. Hierf√ľr verwendete er eine Entsch√§digung, die sein j√ľngerer Bruder Gabriel erhalten hatte, ein Ex-Soldat, der nach einer Kriegsverletzung eine Metallplatte im Kopf hat und den Intellekt eines Kindes besitzt.

Fr√ľher einmal tr√§umte Troy von einer Karriere als Baseballspieler, denn er spielte erfolgreich in der Negro Leagues, nun aber wird sein Alltag von seinem Job bei der M√ľllabfuhr und der t√§glichen Diskriminierung aufgrund seiner Hautfarbe bestimmt. Jeden Tag fahren Troy und sein Kollege Jim Bono, der auch sein bester Freund ist, gemeinsam hinten auf dem M√ľllwagen durch die Stadt. Als er seinen Vorgesetzten fragt, warum Farbige nicht M√ľllwagenfahrer werden k√∂nnen, wird er zum Bezirksleiter vorgeladen. Man bef√ľrchtet, dass er entlassen wird, stattdessen wird er tats√§chlich als erster Farbiger in der Stadt zum Fahrer bef√∂rdert.

Sein Sohn Cory, der ein talentierter Athlet ist, der an seiner Schule Football spielt und noch bei seinen Eltern wohnt, beginnt, sich gegen seinen Vater aufzulehnen, der sich zunehmend wie der Patriarch seiner Familie verh√§lt. Troy will nicht, dass sein Sohn Football spielt, er soll sich stattdessen einen anst√§ndigen Job suchen. Troy erz√§hlt immer wieder von den Erfahrungen mit seinem hartherzigen Vater und von den K√§mpfen, die er mit dem Teufel ausgetragen hat, z. B. als er im Krankenhaus einige Tage mit dem Tod rang. Zwar h√§lt Rose das f√ľr Hirngespinste, findet die Erz√§hlungen mitunter aber am√ľsant.

Troy und Rose erkennen zunehmend die Komplexit√§t und die Widerspr√ľche in ihrer Beziehung und dass ihre 18-j√§hrige Ehe auf einem Gef√ľhl von Verpflichtung aufgebaut und daher √§usserst fragil ist. Auch wenn Troy seine Ehefrau liebt, gelingt es ihm nicht, sich von dem Gedanken frei zu machen, von niemandem abh√§ngig sein zu wollen und sein eigenes Leben bestimmen zu k√∂nnen. Troy kann durchaus seine grunds√§tzlich sehr fr√∂hliche Art zeigen, wenn er gl√ľcklich ist, aber legt auch eine erschreckende Pr√§senz an den Tag, wenn er dies nicht ist. Troy merkt, dass ihn die Erlebnisse mit seinem Vater mehr beeinflusst haben, als er geglaubt hatte, und er seine Familie nicht so steuern kann, wie er denkt.

Troy beginnt eine Beziehung zu einer anderen Frau. Als diese schwanger wird, beichtet er es Rose, die dar√ľber sehr emp√∂rt ist. Die Frau stirbt bei der Geburt; Rose nimmt sich des Babys namens Raynell an. Sie bricht aber endg√ľltig mit Troy, auch wenn sie zusammen wohnen bleiben. Troy beginnt zu trinken. Als er Cory, der ihn verachtet, den Weg ins Haus versperrt und ihn wegschickt, kommt es zu einer t√§tlichen Auseinandersetzung mit ihm.

Jahre sp√§ter trifft sich die Familie zu Troys Beerdigung. Cory hat bei der Armee Karriere gemacht, w√§hrend Lyons im Gef√§ngnis gelandet ist und Hafturlaub erhalten hat. Raynell ist ein munteres kleines M√§dchen, f√ľr die Rose ihre Mutter ist. Cory will nicht mit zur Trauerfeier, wird aber von Rose dazu √ľberredet. Mit Raynell singt er den von Troy gelernten Blues √ľber Blue, einen alten, sterbenden Hund. Als Gabriel auf seiner Trompete bl√§st, √∂ffnet sich der Himmel.


© 2020 -ohne-

VERLEIH: -ohne-

 

REGIE:
Denzel Washington
PRODUKTION:
Todd Black
CAST:
Denzel Washington
Viola Davis
Stephen Henderson
Jovan Adepo
Russell Hornsby
Mykelti Williamson
DREHBUCH:
August Wilson
KAMERA:
Charlotte Bruus Christensen
SCHNITT:
Hughes Winborne
TON:
Per Hallberg
MUSIK:
Marcelo Zarvos
AUSSTATTUNG:
David Gropman
KOSTÜME:
Sharen Davis

LAND:
USA
Kanada
JAHR: 2016
LÄNGE: 139min