Dias de Santiago
  [nicht mehr im Kino - Release: 28. Oktober 2004]
   
 

Ein Film von Josue Mendez • Der 23jĂ€hrige Santiago Roman kehrt nach Lima zurĂŒck, nachdem er drei Jahre als Soldat fĂŒr sein Land gedient hat. Er war an der Grenze zu Ecuador im Einsatz und in der BekĂ€mpfung von Terror und Drogenhandel. Jetzt möchte er ein normales Leben beginnen, arbeiten und eine Familie grĂŒnden, doch die Regierung hĂ€lt fĂŒr ihre Soldaten keine UnterstĂŒtzung bereit und in Peru gibt es zu wenig ArbeitsplĂ€tze. Santiago muss selber schauen, wie er mit dem zivilen Leben zurechtkommt.

Der Ansatz ist ein global gĂŒltiger: Ein junger Mann kehrt nach dem MilitĂ€rdienst an den Ort seines normalen Lebens zurĂŒck und soll sich daselbst nach drei Jahren Abwesenheit im Dienste irgendeines Vaterlandes wieder zurecht finden. Auch die Situation, die er vorfindet, ist austauschbar, egal ob er als Soldat aus dem Irak in die USA heimkehrt, aus Tschetschenien nach Moskau oder eben von der ecuadorianischen Grenze nach Lima: Die Gesellschaft und der Staat, die ihn zur Verteidignung von irgendwelchen GĂŒtern gebracht haben, haben ihm nun nichts zu bieten, was verteidigenswert wĂ€re.

Der junge peruanische Filmemacher JosuĂ© MĂ©ndez, der bereits mit seinen Kurzfilmen aufgefallen war, legt hier ein inhaltlich ĂŒberzeugendes wie formal bestechendes Erstlingswerk vor in dem er aufzeigt, dass das Drama eines Armeedienstes oft erst dann richtig beginnt, wenn der Dienst vorĂŒber ist. Zwischen schwarzweissen und farbigen Szenen wechselnd betont MĂ©ndez die LebensnĂ€he seines Filmes, der auch zum Überzeugendstens gehört, was das peruanische Kino hervorgebracht hat. Es ist bei weitem nicht nur ein Film ĂŒber den heimkehrenden Soldaten, MĂ©ndez zeigt uns auch ein ungeschminktes Bild vom Leben in Perus Hauptstadt Lima.


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REGIE:
Josue Mendez
PRODUKTION:
Tito Bonicelli
Enid Campos
CAST:
Alheli Castillo
Erick Garcia
Ivy La Noire
Ricardo MejĂ­a
Marisela Pucicon
Pietro Sibille
Lili Urbina
DREHBUCH:
Josue Mendez
KAMERA:
Juan Duran
SCHNITT:
Roberto Benavides Espino

LAND:
Peru
JAHR: 2004
LÄNGE: 83min