Berlin Alexanderplatz
  [Arena Cinemas 17 • 17.00 D • 12/14]
[Arthouse Piccadilly 1 • 14.50 D/E/d • 12/14]
[Kosmos 1 • Sa-Mo/Mi 19.45 Ov/d/e • 12/14]
[Kosmos 3 • Di 20.05 Ov/d/e • 12/14]
[Riffraff 2 • Sa/So/Di/Mi 20.00 D/E/d/e • 12/10]
   
 

Ein Film von Burhan Qurbani • Er will ein guter Mensch sein, schwört sich Francis, als er sich auf der Flucht aus dem afrikanischen Guinea-Bissau mit letzter Kraft an den Strand der MittelmeerkĂĽste rettet. Doch es ist schwer, gut zu sein in einer schlechten Welt, besonders wenn man staatenlos und ohne Rechte ist. Francis will mehr als «nur ein Bett und ein Butterbrot». Er träumt von einem anständigen, einem bĂĽrgerlichen Leben. Es ist dieser Hunger, der den Teufel anzieht und so wird Francis allzu leicht zum Opfer des zwielichtigen Drogendealers Reinhold. Zwischen den beiden entwickelt sich eine toxische Freundschaft. Wie ein böser Dämon verwickelt Reinhold Francis in kriminelle Machenschaften und träufelt ihm mit seiner Fistelstimme Gift ins Ohr. Francis quälen die AbgrĂĽnde der eigenen Seele, deshalb zieht ihn Reinholds Dunkelheit an. Auch seine Geliebte, Mieze, kann ihn letztlich nicht aus dessen Fängen befreien. Erst als er ganz unten angekommen ist, kann Francis als neuer Mensch wiedergeboren werden.

Der junge Regisseur Burhan Qurbani ist mutig – und wird zu Recht dafür gelobt. Er hat sich mit Alfred Döblins 1929 erschienenen gleichnamigen Roman eines der Hauptwerke der deutschen Moderne zum Thema gemacht. Auch filmisch liegt mit Rainer Werner Fassbinders Fernsehserie von 1980 die Messlatte hoch. Doch Qurbani versetzt die Geschichte gekonnt in die Gegenwart und verknüpft sie mit einer aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussion. Wie ein Gangsterfilm erzählt «Berlin Alexanderplatz» in einem faszinierenden Rausch aus Tönen, Farben und pulsierenden Bildern von Aufstieg und Fall eines zum Scheitern verurteilten Menschen. Ein gewaltiges Werk, eine virtuose Literaturverfilmung und eine eindrückliche Parabel gegen Rassismus.


© 2020 Filmcoopi

VERLEIH: Filmcoopi

 

REGIE:
Burhan Qurbani
PRODUKTION:
Leif Alexis
Jochen Laube
Fabian Maubach
CAST:
Albrecht Schuch
Jella Haase
Welket Bungué
Nils Verkooijen
Joachim KrĂłl
Annabelle Mandeng
Derek Meisenburg
DREHBUCH:
Martin Behnke
Alfred Döblin
Burhan Qurbani
KAMERA:
Yoshi Heimrath
SCHNITT:
Philipp Thomas
MUSIK:
Dascha Dauenhauer
KOSTÜME:
Anna WĂĽbber

LAND:
Deutschland
Niederlande
Frankreich
Kanada
JAHR: 2020
LÄNGE: 183min