Annemarie Schwarzenbach - Schweizerin & Rebellin
  [nicht mehr im Kino - Release: 20. Dezember 2001]
   
 

Ein Film von Carole Bornstein • Schön muss sie gewesen sein,die ZĂĽrcherin Annemarie Schwarzenbach.

Ruhig blicken ihre Augen aus dem feingeschnittenen Gesicht von Fotos aus vergangenen Tagen: SCHWEIZERIN UND REBELLIN – ANNEMARIE SCHWARZENBACH 1908 –1942 titelt programmatisch Carole Bonsteins Doku-Porträt der Schriftstellerin, Journalistin und Fotografin. Getragen von der Idee, der lange Zeit fast vergessenen Schweizerin den ihr zugehörigen Platz zu verschaffen, hat Bonstein 1997 begonnen zu recherchieren.Sie ist ins Bündnerland gefahren, hat Schwarzenbachs Haus in Sils aufgesucht – und schliesslich via Annemaries Grossneffe Alexis Schwarzenbach Zugang zum familieneigenen Estrich erhalten. Aus der Fülle bisher unveröffentlichten Materials ist ein Film entstanden, der Schwarzenbach in ihrer ganzen inneren Zerrissenheit auferstehen lässt. Da ist die frühe und schmerzvolle Abwendung vom nazifreundlichen, reichen Elternhaus. Da sind die langen Reisen, welche sie an der Seite der Photographin Marianne Breslauer und der Genfer Schriftstellerin Ella Maillart in die Pyrenäen und den nahen Orient führen. Da sind ihre Romane «Freunde um Bernhard», «Das glückliche Tal»; ihr Engagement gegen den Faschismus und die Ausbeutung der Arbeiter.

Da sind aber auch Schwarzenbachs dunklen Seiten: Die ewig unerfüllte Liebe zu Frauen, Drogenmissbrauch, Selbstmordversuche. SCHWEIZERIN UND REBELLIN – ANNEMARIE SCHWARZENBACH 1908 –1942 ist ein starker Film. Der seiner Heldin die Freiheit lässt, alles zu sein, was sie war: Muse und Heldin. Einfühlsame Klardenkerin, aber auch am Leben leidendes Menschenkind.


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VERLEIH: Arthouse Commercio Movie AG

 

REGIE:
Carole Bornstein

LAND:
Schweiz
JAHR: 2000
LÄNGE: 58min