Alberto Giacometti
  [nicht mehr im Kino - Release: 17. Mai 2001]
   
 

Die Augen am Horizont • Der zuverl√§ssigste Kompass zur Erforschung von Giacomettis Kunst- und Lebenswelt findet sich bei Alberto Giacometti (1901-1966) selbst, denn sein Leben lang hat der K√ľnstler auch geschrieben: Reflexionen, tagebuchartige Skizzen, Analytisches √ľber die eigene Arbeit, Aufzeichnungen von Tr√§umen, Aufs√§tze √ľber K√ľnstlerkollegen, Erinnerungen.

Die Beschäftigung mit Giacomettis Schriften ermöglicht uns nicht nur, dem Maler, Plastiker und Zeichner beim Denken und Phantasieren zuzuschauen. Die Texte geben auch zwingend die Bildmotive des Films vor. Und sie wecken nachhaltig den Wunsch nach einem filmischen Blick, dessen Unruhe oder Beharrlichkeit Giacomettis eigene Wahrnehmung reflektiert.

Die filmischen Assoziationen, der Blick auf Lebensorte und die Wunder des Allt√§glichen, das Unterwegs sein, die ¬ęgrossen, fl√ľssigen Himmel und die B√§ume, die man malen m√ľsste¬Ľ, schaffen offene R√§ume f√ľr Giacomettis Gedankenwelt und den visuellen Rahmen f√ľr die Pr√§sentation seines plastischen, malerischen und zeichnerischen Werks.

Der zweite Blick auf Giacometti ist die Erinnerung derer, die mit ihm befreundet waren, mit ihm zusammengearbeitet haben, von ihm geprägt wurden und - ihn vermissen. Gefragt war die eigene Giacometti-Erfahrung bezogen auf Person und Werk.

Die radikal subjektive Besch√§ftigung mit Alberto Giacometti in eingehenden Gespr√§chen hat S√§tze hervorgebracht, die in ihrer Summe ein Portrait im Sinne des K√ľnstlers sind: durchaus unfertig.


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VERLEIH: NZZ Neue Medien

 

REGIE:
Heinz B√ľtler
DREHBUCH:
Heinz B√ľtler
KAMERA:
Matthias Kälin
SCHNITT:
Anja Bombelli

LAND:
Schweiz
JAHR: 2001
LÄNGE: 58min